Grauslich gut: Simpler Hozstab als Abfluss-Reiniger

Ohne Chemie und ohne den Abfluss aufzuschrauben: ein simpler Holzstab mit Rillen um gerade einmal 1,20 Euro ist eine echte Wunderwaffe gegen Glibber, Grusel und Haargekräusel im Abfluss. Beweis: siehe Beitragsbild.

Wo der Liebste bedenkenlos einen halben Liter Chemie reinschütten würde (wenn ich ihn ließe) und ich selbst regelmäßig unters Waschbecken robben musste, um mit Kübel und Fetzen bewaffnet den Siphon aufzuschrauben, erfreut mich ab sofort ein simpler Holzstab. Er ist 40 Zentimeter lang, misst einen halben Zentimeter im Durchmesser und hat langgezogene, feine Rillen. Fertig.

Stochern statt Siphon aufschrauben

Damit stochert frau im Abfluss gefühlvoll soweit hinunter wie’s geht, dreht den Stab, bewegt ihn ein bisschen hin und her und holt so den  Schleim von Monaten locker rauf. Den Ekelbatzen beseitigen, Stab abspülen und triumphieren 😊

Einziger Nachteil: bei Abflüssen ohne Gestänge drunter (z.B. Badewanne) ist das Ding klarerweise nicht so nützlich. Das tut seiner einfachen Schönheit als kluges Reinigungsinstrument aber keinen Abbruch. Meinen Stab habe ich um besagte 1,20 Euro im Unverpacktladen erworben. Talentierte können sich das Staberl aber auch aus einem dünnen Rundholz basteln, indem sie zarte Rillen hineinfräsen und ein Ende anspitzen wie einen Bleistift.

So unspektakulär sieht Mikado für den Abfluss aus – vor der Benützung.

Text ♥ lui   © Fotos: lui